Allergie Diagnose - Tipps

Wenn Ihr Arzt sie umfassend untersucht hat und verschiende Allergietests durchgeführt wurden, dann kann die Diagnose lauten: Allergie!

Ab jetzt herrscht Klarheit. Sie wissen, woher ihre Beschwerden kommen und können aktiv vorgehen. Bleiben Sie dabei bitte immer in Kontakt mit ihrem Arzt, wenn es um Medikamente, Kuraufenthalte oder Immuntherapien geht.

In vielen Fällen kann es hilfreich sein, die eigene Lebensführung zu überdenken. Hier bieten sich viele Möglichkeiten, die jeder einzelne ergreifen kann, um Einfluss auf ein beschwerdefreieres Leben trotz Allergie zu nehmen. Wir verraten Ihnen hilfreiche Tipps bei der Diagnose Allergie.

Tipps für Heuschnupfen Allergiker

  • Achten Sie auf den aktuellen Pollenflugkalender und meiden Sie weitestgehend den Kontakt mit "ihren" Allergie auslösenden Pollen
  • Bleiben Sie in der Pollenflugzeit nicht lange im Freien.
  • Lüften Sie entsprechend der Rhythmen der Natur. In der Stadt sind zwischen 6 und 8 Uhr morgens nur wenige Pollen unterwegs und auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr.
  • Nach dem Regen haben Sie schonfrist. Die Luft ist nun für kurze Zeit relativ arm an Blütenpollen.
  • Halten Sie Ihr Schlafzimmer möglichst Pollenfrei um wenigestens durchschlafen zu können. Dazu gehört: Haare waschen vor dem zu Bett gehen, den Raum nicht mit der Tageskleidung betreten, Pollenschutzgitter am Fenster anbringen und verbannen Sie blühende Pflanzen.
  • Falls Sie einen Garten haben, lassen Sie jemand anderes den Rasen mähen.
  • Lüften Sie auch im Auto nicht durch die Fenster, sondern maximal durch ihr Schiebedach. Lassen Sie zusätzlich spezielle Pollenfilter in die Lüftung Ihres Autos einbauen.
  • Wenn es möglich ist, dann fahren Sie zur Hauptflugzeit der Pollen ans Meer oder ins Gebirge.
  • Achten Sie beim Verzehr von Tee und Honig darauf, ob sich Ihre Beschwerden verschlimmern. Diese Lebensmittel enthalten oft ebenfalls Blütenpollen.

Tipps für Tierhaar Allergiker

Sollten Sie schwere allergische Reaktionen bei Haus- und Nutztieren zeigen, dann müssen Sie den Kontakt komplett meiden. Das heißt im Endeffekt, sich vom geliebten Haustier zu trennen, Zoobesuche von der Freizeitliste zu streichen und Besuche in der Wohnung von Tierbesitzern möglichst umgehen. Alle Maßnahmen, die Sie bei einer Tierhaarallergie ergreifen können laufen darauf hinaus, das sie viel Hausarbeit haben und ihr Tier Stress bekommt.

  • Ihr Schlafzimmer muss unbedingt Tierfreie Zone bleiben.
  • Halten Sie ihr Haustier möglichst nur draußen.
  • Lassen Sie ihr Tier von jemand ohnen Allergie draußen regelmäßig bürsten, so das keine losen Haare und Hautschuppen in der Wohnung landen.
  • Lüften Sie täglich.
  • Reinigen Sie Teppiche, Sessel, Sofas und Matratzen in regelmäßigen Abständen gründlich.
  • Saugen sie täglich Staub und nutzen Sie einen speziellen Filter für Ihren Staubsauger. Anderenfalls verteilen sich die Allergene sofort wieder im Raum.
  • Tragen Sie vor allem Baumwollkleidung und verzichten Sie auf Pelz und Angora.
  • Baden Sie ihre Katze oder ihren Hund möglichst einmal die Woche. (Achtung: Tiergerechte Haltung sieht sicher anders aus.)
  • Kater sollten Sie kastrieren lassen, den sie tragen doppelt so viele Allergene an sich.
  • Bei Kleintieren, wie Hamstern, Kaninchen, Meerschweinen und Vögeln nie als Allergiker den Stall sauber machen.

Sollten Sie in der Landwirtschaft arbeiten und eine Rinder oder Pferdeallergie haben, dann müssen Sie den Kontakt zu den Tieren meiden.

  • Barrieren zwischen Stall und Wohnung einbauen mit wischbaren Boden und Möglichkeit für Kleiderwechsel.
  • Textilien wie Teppiche, Decken, Polster, Matratzen und Kleidung auf eingearbeitetes Rosshaar prüfen und meiden.

Tipps für Hausstaub Allergiker

  • Holen Sie sich einen Milben-Test und nutzen Sie an den Stellen, wo der Test positiv war Chemische Reinigungsmittel auf Benzylbenzoat-Basis. Beides erhalten Sie in der Apotheke.
  • Beziehen Sie ihre Betten mit Milben undurchlässigen Bezügen, sogenannten Encasings. Diese können Sie sogar mit in den Urlaub nehmen.
  • Reinigen Sie die Heizkörper, um zu vermeiden, das bei jedem Heizen feine Staubpartikel (mit Milben) in den Raum getragen werden.
  • Räumen Sie aus! Verzichten Sie auf Vorhänge, Teppiche, Tagesdecken und Kissen auf Sofas, viele Regalflächen und andere Staubfänger.
  • Wischen sie nur nass oder mit einem antistatischen Tuch Staub oder vermeiden Sie diese Tätigkeit ganz und geben Sie sie ab.
  • Fliesen, Holzfußboden und Laminat sind bereits die halbe Miete, müssen aber täglich gewischt werden.
  • Bettwäsche und Unterwäsche immer bei mindestens 60 Grad waschen, da sterben Milben ab.
  • Verzichten Sie vollständig auf Pflanzen und Tiere im Schlafzimmer.
  • Sorgen sie für genügend Luftzirkulation unter ihrer Matratze. Ein Abstand von mindestens 20 cm sollte vorhanden sein und verzichten Sie auf Polsterungen zwischen Lattenrost und Matratze.
  • Lüften Sie täglich Ihr Bettzeug ausgiebig (immer Decke tagsüber zurück schlagen), halten Sie die Temperatur im Schlafzimmer gering und reinigen Sie ihre Matratze 1 Mal im Jahr chemisch.
  • Vermeiden Sie hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Das erreichen Sie über mehrmalige Stoßlüftungen am Tag für mindestens 15 Minuten.

Tipps für Lebensmittel Allergiker

Meiden, meiden, meiden! Wenn Sie "ihr" Allergen kennen, machen Sie einen Bogen darum.

  • Lesen Sie stehts aufmerksam die Packungsbeilage. Seit 2005 müssen sämtliche Inhaltsstoffe aufgelistet werden.
  • Erhitzen oder einfrieren tötet nur die Allergene im Obst
  • Vorsicht: Erhitzen vervielfacht die allergische Wirkung von Fisch und Eiweiß. Auch Milcheiweiß, Soja, Sellerie und Senf überstehen Wärmebehandlungen.

Tipps bei Sonnenlichtallergie

  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, wie bei gezielten Sonnenbädern
  • Gehen Sie nur eingecremt mit hohem Lichtschutzfaktor ins Freie. Nicht das es nach der halben Stunde im Straßencafé ein unerwartet böses Erwachen gibt.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille aus dem Fachgeschäft mit UV-Siegel.
  • Tragen Sie geeignete Kleidung: lange Hosen, lange Shirts, Mützen oder Hüte zum Schutz des Nacken. Das alles gibt es für heiße Sonnentage auch luftig leicht und modisch.
  • Versichten Sie auf Kosmetikprodukte, von denen Sie wissen, das es zu Wechselwirkungen mit UV-Strahlung auf Ihrer Haut kommt. 

Tipps bei verschiedenen Kontaktallergien

Wenn Sie können, meiden Sie das Allergen. Ansonsten haben wir noch folgende Tipps für Sie:

  • Benutzen Sie beim Händewaschen nur lauwarmes Wasser (Handwarm) und rückfettende, synthetische Seifen.
  • Testen Sie neue Kosmetika zunächst mindestens drei Tage auf der Innenseite Ihres Unterarms. Nur wenn dort keine Hautreizungen zu beobachten sind, können Sie das Produkt weiter verwenden.
  • Wenn Sie Gummihandschuhe tragen müssen (beim Hausputz oder der Gartenarbeit), dann ziehen Sie darunter Baumwollhandschuhe oder achten Sie auf eine Baumwollfütterung ihrer Gummihandschuhe. Nach benutzen immer gut auslüften.
  • Bei Allergien gegen Metalle, vor allem Nickel tauschen Sie ihre Töpfe in Emaille oder hitzebeständiges Glas. Einen Nickeltest-Streifen für ihre Schmuckstücke, Töpfe u.s.w. erhalten Sie in Ihrer Apotheke.
  • Neue Kleidungsstücke sollten Sie unbedingt vor dem ersten Tragen 1x durchwaschen um chemische Rückstände aus der Produktion (und Verunreinigungen wärend des Transports und des Verkaufs) zu vermeiden.
  • Kaufen Sie nach Möglichkeit nur schadstoffarme Textilien
  • Greifen Sie vorzugsweise auf hautschonende Naturkosmetik ohne künstlichen Duft- und Farbstoff zurück.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Ohrringe und Piercings oder wählen sie Schmuck aus Edelstahl (-> günstiger Schmuck Shop). Von diesem Metal sind fast keine allergischen Reaktionen bekannt.

Tipps für berufsbedingte Allergien

Wenn Ihre Allergie völlig über Hand nimmt, müssen Sie wohl in den sauren Apfel beißen und sich versetzen lassen oder gar nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Sollten nur leichte Beschwerd vorhanden sein, dann können Sie einiges tun:

  • Unterstützen Sie den Schutzmantel ihrer Haut durch regelmäßiges eincremen und einölen. Kleiner Tipp: Auch Männer sehen mit gesunder Haut weit besser aus, als mit spröden, nässenden, juckenden Hautstellen voller Pusteln!
  • Informieren Sie sich über die Möglichkeiten der gesetzlichen Unfallversicherung bei ihrem Hautarzt, die auch bei berufsbedingten Allergien greift.
  • In kostenfreien Broschüren ihrer Berufsgenossenschaft finden Sie Informationen, wie Sie durch Arbeitsschutzmaßnahmen Ihr Allergie Risiko auf Arbeit mindern können.
  • Beachten Sie unbedingt die Arbeitsschutzbelehrungen. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen sondern auch aus versicherungstechnischen Gründen im Ernstfall.
  • Bei Kontakt mit schädlichen Substanzen lassen Sie alles stehen und liegen und waschen Sie sich gründlichst.
  • Verzichten Sie auf Arbeit auf das Tragen von Ringen und Armschmuck. Hier können sich Allergene absetzen und über lange Zeit unbemerkt auf Sie einwirken.

Tipps für Allergiker

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