Allergie News März 2010
10 Tipps gegen Heuschnupfen bei Kindern
15.03.2010 - Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZGA) hält Tipps für Eltern bereit, deren Kinder an Heuschnupfen leiden. Die Informationen finden Sie auf der neuen Internetpräsenz Kindergesundheit-Info.de.
Jeder Dritte Deutsche reagiert allergisch
15.03.2010 - Das geht aus der Auswertung von Arztdaten hervor. Demnach sind allein in Berlin Allergien der häufigste Grund für Arztbesuche (21 %) und gleichzeitig der zweit häufigste Grund für Krankschreibungen. Tatsächlich sinkt das Leistungsvermögen in der akuten Phase einer Allergie um ein Drittel. Experten des Exzellenz-Netzwerks GALEN schätzen, das 2015 jeder zweite Europäer gegen etwas allergisch sein wird. Der Grund dafür ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutet wird jedoch, das wir zunehmend in einer unnatürlichen Umgebung leben, mit deren Stoffe sich das Immunsystem auseinander setzen muss. 20.000 Allergene sind inzwischen bekannt.
Neuer Allergietest auf dem Markt
15.03.2010 - Ein neuer Allergietest ist auf dem Markt erschienen. Er nennt sich ImmunoCap-ISAC-Test. Der Allergie Experte Dr. Gerald Hanf erklärt dazu folgendes: "Dieser Chip ist ein entscheidender Schritt in der Diagnostik. Über 100 verschiedene Einzelallergene befinden sich darauf. Der Test spürt nicht die Antikörper gegen die Allergene, sondern einzelne Eiweißstoffe aus den Allergenen auf. Damit ist er viel genauer - kann etwa zwischen Beifuß und Ambrosia unterscheiden, in denen gleiche Eiweiße vorkommen. Der Test mit Analyse, Bewertung und Beratung kostet etwa 250 bis 350 Euro." Bislang zahlen die gesetzlichen Kassen nicht.
Mit Nasendusche Heuschnupfen Beschwerden verringern
| 15.03.2010 - Gegen Heuschnupfen empfielt die Schulmedizin eine Immuntherapie. Wahlweise werden hierbei 8 kleine Injektionen vor und wärend der Pollensaison angeboten. Möglich ist auch die Einnahme von Tabletten über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren. Ebenfalls können Antihistaminika und kortisonhaltige Nasensprays helfen, die frei in der Apotheke erhältlich sind. Mit all diesen Mittel verringern sich die quälenden Symptome des Heuschnupfen wie Niesen, tränende Augen und der Fließschnupfen. Teilweise ist sogar eine Heilung möglich. Was viele nicht wissen: Eine Nasendusche kann genauso helfen. Das ergab eine Studie mit 600 Teilnehmern. Durch das tägliche spühlen und reinigen der Nase mit einer lauwarmen Salzlösung verminderte sich das Heuschnupfenrisiko um 20 %. Auch Erkältungskrankheiten traten 25 % seltener auf. Grippe sogar um 31 % weniger. |
Negative Gedanken verschlimmern Allergien
15.03.2010 - Negative Gedanken funktionieren. In vielen Fällen traten Krankheiten auf, weil Menschen daran glaubten. In wenigen Fällen kam es sogar zu Todesfällen. Manchmal reicht eine ärztliche Fehldiagnose bereits aus. Dieser Effekt wird Nocebo-Effekt genannt. Es ist die Kehrseite des positiven Placebo-Effekts. Negative Gedanken können Allergien zwar nicht auslösen. Wohl aber können Sie Allergien verschlimmern. Dann reicht bei einer Allergie gegen Rosen bereits ein Rosenbild und der Allergiker bekommt seine Beschwerden. "Hier ist der Lerneffekt da, dass das Auge dieses Rosenbild identifiziert und im Gehirn diese Assoziation hergestellt wird und dann im Rahmen dieser Lernprozesse diese allergische Reaktion als konditionierte, erlernte Reaktion dann tatsächlich abläuft." Das sagt Paul Enck, Psychologe an der Universitätsklinik Tübingen.
Mit Fisch Allergien vorbeugen
10.03.2010 - Die "Apotheken Umschau" berichtet in ihrem Heft 3/2010 von der positiven Wirkung von Fisch gegen Allergien. Demnach baut sich ein natürlciher Allergie Schutz für Kinder auf, wenn die Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit viel Fisch ist. Dieser Effekt wird noch unterstützt, wenn das Kleinkind möglichst frühzeitig Fisch auf den Speiseplan geschrieben bekommt. Dies ergab die Auswertung von 217 Studien durch deutsche Forscher.
Stall-Luft schützt Kinder vor Allergien
10.03.2010 - Jedes dritte Stadt Kind in Deutschland kann im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickeln gegen Pollen, Hausstaub, Tierhaare. Einige haben bereits als Säuglinge Neurodermitis. Andere entwickeln mit 5 oder 6 Heuschnupfen oder Asthma. Das Risiko ist umso höher, wenn die Eltern ebenfalls Allergiker sind. Nur jedes zehnte Kind auf einem Bauernhof läuft Gefahr, an Asthma zu erkranken, selbst wenn die Eltern Allergiker sind. Dies nennt sich Bauernhof Effekt. Inzwischen ist bekannt: Der Staub im Kuhstall schützt die Kinder. Es ist die Mischung aus Bakterien, Pflanzenstoffe (aus Heu und Stroh) sowie Stoffwechselprodukte (von Würmern und ähnlichem). Wenn diese Dreierkombinatioon von Babys bis zum ersten Lebensjahr eingeatmet wird, sinkt enorm das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Nun wird an Nasenspray geforscht, damit die Stallluft auch Stadtkindern zugänglich wird. Im Experiment mit Mäusen war man bereits erfolgreich. Eine Markteinführung ist frühestens in 10 Jahren zu erwarten. Bis dahin hilft der Urlaub auf dem Bauernhof.
Kontaktallergien durch Kittharz in Naturkosmetika
09.03.2010 - Forscher im schottischen Aberdeen haben festgestellt, das Propolis - das Kittharz der Bienen - Kontaktallergien auslösen kann. Propolis komm häufig in Naturkosmetika vor. Beim Versuch wurden 3.000 Menschen getestet. 2 % (60 Personen) reagierten allergisch an Händen und Gesicht. Darüber hinaus konnten Kreuzallergien mit Perubalsam und Kolophonium festgestellt werden.
Ältere News
Ältere News zu Allergien von Januar und Februar 2010 finden Sie hier:



