Allergie News April 2010/1
Die Toilettensitzdermatitis
13.04.2010 - Wissenschaftler der Fakultät für Medizin der McGill-Universität Montreal untersuchten 5 Fälle von Ekzemen bei Kindern an Po und Oberschenkel aus den USA und Indien. Alle Kinder waren teilweise über Jahre falsch behandelt worden. Verdacht auf Pilze und Nickelallergie wurden geäußert und natürlich erfolglos behandelt. Schlußendlich stellte sich heraus, das die Kinder allergisch gegen den Toilettensitz sind. In den 80er und 90er Jahren wurden Toilettenbrillen aus Plaste populär. Zuvor hatte es viele Allergien gegen lackierte Holzsitze gegeben. Nun kommt die Toilettensitzdermatitis scheinbar zurück. Ursache sind Klobrillen aus exotischen Hölzern, die mit hautreizenden Lacken oder Farben versehen sind sowie die Verwendung scharfer Reinigungsmittel. Bei Ekzemen an den entsprechenden Stellen, sollte immer auch an eine Kontaktallergie gegen die Klobrille als Ursache gedacht werden.
Bei Pollenallergie Vorsicht vor Nahrungsmitteln
13.04.2010 - Der Bundesverband der Pneumologen sowie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin weisen darauf hin, das Pollenallergiker auch auf Nahrungsmittel aufpassen müssen. Oft sind Früchte, Nüsse und Getreide den Blütenpollen sehr ähnlich. Das Immunsystem kann dann nicht richtig unterscheiden und reagiert. Das nennt man Kreuzallergie. Wer also mit Birken-, Hasel- und Erlenpollen zu kämpfen hat, erlebt auch seine liebe Not mit Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen und Mandeln. Prof. Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung (DLS) weiß: "Einige der in den frischen Obst- und Gemüsesorten enthaltenen Allergene sind hitzelabil und werden durch das Kochen so verändert, dass sie keine Allergie mehr auslösen können." Außerdem haben Apfelsorten, wie Cox Orange, Goldparmäne, Boskop oder Grafensteinerein geringeres Allergie Risiko, wie zum Beispiel Golden Delicious und Granny Smith.
Österreich: Schmerzmittel Novalgin verbieten
13.04.2010 - In Österreich kam es vergangende Woche zu 2 Komplikationen mit dem Schmerzmittel Novalgin. Eine 80-jährige Frau starb an einer allergischen Reaktion. Ein anderer Patient erlitt einen Anfall mit Atemnot. In mehreren europäischen Staaten ist das Mittel bereits verboten. Nun diskutiert man auch in den österreichischen Landeskliniken, Novalgin von der Liste zu nehmen.
Allergisch gegen das eigene Auto
13.04.2010 - Was erst einmal ungewöhnlich klingt, gibt es tatsächlich. Eine Allergie gegen das eigene Auto. Hintergrund sind Kontaktallergien gegen Weichmacher in den Kunststoffen des Amaturenbretts, im Lenkrad, dem Schalthebel und in der Verkleidung. Diese Gifte verstärken sich noch bei Sonneneinstrahlung. Auch eine hochwertige Lederausstattung schützt nicht, wenn sie zum Beispiel chromgegerbt wurde. Auch manch textiler Sitzbezug enthält ungünstige Farbstoffe. Immer sind Hautausschläge an Händen, Rücken und Oberschenkeln die Folge. Gefährlich sind auch die Klebstoffe, Latex- und Kunststoffanteile in Fußmatten. Asthmatiker bekommen hier schnell Luftnot und Nieseanfälle. Hilfe gibt es kaum. Handschuh und Sitzüberwürfe lindern nur kurze Zeit die Beschwerden. In Deutschland vergibt der TÜV Rheinland das Siegel: "Allergie getesteter Innenraum". Daran kann man sich orientieren. Jedoch hat sich bisher nur die Automarke Ford an der Prüfung beteiligt. In den USA gibt das "Ecology Center" regelmäßig eine Liste heraus. Am gesündestens sind demnach aktuell der Toyota Prius, Volvo C70 und Nissan Cube. Am gesundheitsschädlichsten hingegen die Innenräume des Chevrolet Aveo, Hyundai Tucson und VW Jetta.
Schulung für allergischem Schock wichtig
06.04.2010 - Die heftigste Allergische Reaktion tritt in Form des allergischen Schocks auf. Hier bricht binnen von Minuten der Kreislauf zusammen. Ursache können Medikamente, Insektenstiche oder bestimmte Nahrungsmittel sein. Wichtige Organe können nicht mehr versorgt werden. Der Schock kann sogar tötlich enden. Dagegen hilft eine Adrenalin Spritze. "Der Adrenalin-Injektor wird vom Arzt nach einer gesicherten Diagnose und Indikation auf Kassenrezept verschrieben" sagt Univ.-Prof. Dr. Norbert Reider, Leiter der Allergie-Ambulanz am Landeskrankenhaus der Universitätskliniken Innsbruck. Mit diesem Injektor kann sich jeder Patient selbst in kürzester Zeit helfen. Die handhabung sollte allerdings mit dem Arzt eingeübt werden, so das es auch in einer Notsituation klappt. Wichtig ist auch: "Auch die Haltbarkeit von Arzneimitteln ist begrenzt. Der Adrenalin-Autoinjektor ist ab Herstellung und bei einer Lagertemperatur von 15 bis 30°C je nach Produkt zwischen 18 und 24 Monate lang haltbar. Nach Ablauf des Autoinjektors nimmt die wirksame Adrenalinmenge langsam ab", so Reider weiter. Patienten sollten also immer auch auf das Verfallsdatum achten.
Allergien bei Hunden
01.04.2010 - Allergien bei Hunden sind keine Seltenheit. Jedoch sind hier seltener die Atemwege betroffen. Vielmehr plagt den Vierbeiner Hautjucken. Was dem Menschen sei Heuschnupfen, ist dem Hund sein Heujucken - wenn man so will. Zu erkennen ist eine Allergie beim Hund durch häufiges Lecken, den Kopf an Gegenständen reiben, schütteln und natürlich an geröteten Hautstellen. Allergie Ursache sind oft Impfungen. Tierärzte raten inzwischen davon ab, Vierbeiner gegen alles zu impfen. Es reicht die Tollwutimpfung. zu 80 % begannen Hauterkrankungen und Verdauungsprobleme beim Hund 3 Wochen nach einer Impfung. Um dem Allergen beim Hund auf die Schlichte zu kommen, müssen folgende Fragen beantwortet werden: Wie alt war der Hund, als die Erkrankung auftrat? Welches Futter bekommt er? Scheinen die Symptome an eine Jahrezeit gebunden? Helfen diese Antwoten nicht weiter, kann der Tierarzt eine Blutuntersuchung machen oder aber einen Allergie Test durchführen. Dabei werden bekannte Allergene unter die Haut injiziert und die Hautstellen beobachtet.
Mutter und Kind sollen Essen was schmeckt
01.04.2010 - Die Zeitschrift "Baby und Familie" 4/2010 weißt auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse hin. Früher galt, das Schwangere auf Allergene wie Nüsse, Eier und Milch verzichten sollten und Babys keinen Joghurt, Ei und Fisch essen sollen. Das sieht man nun anders: Mütter sollen im Rahmen einer gesunden Ernährung alles essen, was ihnen schmeckt und was sie selbst vertragen. Babys sollen mindestens 4 Monate gestillt werden und können ruhig auch Ei und Fisch probieren. Dahinter steht die Auffassung, das eine normale Immunantwort im Kind nur dann erzeugt werden kann, wenn ein angemessener Belastungsreiz existiert. Wird vom Kind alles ferngehalten, kann das Immunsystem nichts lernen und neigt dann sogar eher zu Allergien. Also, lassen Sie es sich und ihrem Nachwuchs schmecken.
Ältere News
Ältere News zu Allergien vom 29. - 31. März 2010 finden Sie hier:




