Aktueller Pollenflug 2012
Wir alle kennen Pollen Allergiker. Mit tränenden Augen und triefender Nase kämpfen sie Wochen lang - je nach Saison - gegen die mikroskopisch kleinen Plagegeister: Blütenpollen. Für alle Betroffenen hier der aktuelle Auszug aus dem Pollenflugkalender:
im Mai
- Erlen-, Ulmen-, Weiden-, Hainbuchen Pollen in der Nachblüte
- Birken-, Eiche-, Eschen-, Buchen-, Kiefer- und Spitzwegerich Pollen in voller Blüte
- diverse Gräser-, Sauerampfer-, Roggen-, Holunder-, Brennessel in der Vorblüte
im Juni
- Birken-, Eiche-, Buchen- Pollen in der Nachblüte
- Kiefer-, diverse Gräser-, Spitzwegerich-, Sauerampfer-, Roggen-, Holunder-, Weizen-, Linden Pollen in voller Blüte
- Brennessel in der Vorblüte
Allergien im Einzelnen
Lesen Sie hier mehr über die Sonnenallergie
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Wer kennt das nicht, plötzlich treten Juckreiz und Hautrötungen auf. Schuld daran kann ihre Kleidung sein. Den viele Textilien enthalten chemische Substanzen, die bei Ihnen Hautirritationen ja sogar allergische Reaktionen hervor rufen können. Ganz besonders an Stellen wo der Körperkonmtakt am intensivsten ist, treten diese Reaktionen auf. Wie kann man so etwas vermeiden. Schon beim Kauf von Textilien können Sie darauf achten, daß so wenig wie möglich chemische Substanzen enthalten sind. Wenn sie auf dem Etikett so etwas lesen wie "formstabil", "schmutzabweisend" oder "bügelfrei", ist die Textilie garantiert chemisch behandelt. Auch das Etikett "nach öko-tex Standard100" sind kein Garant dafür, daß die Textilie keine chemischen Verbindungen enthält. Sicherer dagegen ist das Prüfsiegel der Fördergemeinschaft körperverträgliche Textilien. Dort wird die Wirkung des Textils auf die Haut gemessen.
Im Juli und August haben Wespen Hochkonjuktur. Da sie Süßes lieben, werden sie schnell zur Plage an jeder Kaffeetafel. Wenn man dann jedoch hektisch nach ihnen schlägt oder sie anpustet, erreicht man genau das Gegenteil: Sie werden nervös und aggressiv. Insektenvernichter Rolf Grosse weiß: "Wespen, die sich bedroht fühlen, halten zusammen". Schnell sieht man sich den Zorn einer ganzen Wespenfamilie zu. Für Allergiker der blanke Horror. Grosse weiß auch: Die meisten wissen nicht mal, das sie allwergisch sind. Dann wird es besonders gefährlich. Er rät dringend allen davon ab, ein Wespennest selbser entfernen zu wollen. Ein Fachmann braucht mit dem richtigen Gift nur wenige Minuten. Für alle anderen kann es tötlich enden.
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Wer an einer lebensbedrohlichen Allergie leidet, sollte unbedingt seinen Allergie Pass bei sich tragen. Gemeint sind Allergien gegen Medikamente, Insektengift und Nahrungsmittel. Das Dokument gehört in die Brieftasche zum Personalausweis. So ist es für Ersthelfer gut findbar. Außerdem kann im allergie-Pass festgehalten werden, welche Medikamente alternativ gut vertragen werden. Sollte diese Info fehlen, muss der Allergologe darauf angesprochen werden. Auch bei Arztbesuchen oder Klinikaufenthalten sollte mal den Pass immer mitvorzeigen. So können kritische Bestandteile von Medikamenten und Nahrungsmittel durch das Personal vermieden werden.
15.06.2010 - Forscher entwickeln derzeit an Erdnüssen, die frei von Allergenen sein sollen. Dabei handelt es sich nicht um genmanipulierte Nüsse sondern um die Züchtung einer Sorte, die besonders wenige Allergie auslösende Eiweiße besitzen soll. Allergien gegen Erdnüsse sind sehr weit verbreitet. Eine Erdnuss Allergie zeigt sich vor allem durch Brennen und Jucken im Mund und Rachen sowie Atemprobleme. In seltenden Fällen können winzige Mengen von Erdnüssen einen Allergischen Schock verursachen. Die Lebensmittelindustrie ist daher verpflichtet, auch kleinste Mengen von Erdnüssen zu kennzeichnen. Sie finden dann die Aufschrift: "kann Spuren von Erdnüssen enthalten" auf der Packung. Allergiker können bisher nur solche Lebensmittel meiden.
Im dragischen Fall von Wumrsham (bei Landshut) wurde ein Imker von einem Schwarm Bienen totgestochen. Der Mann kannte offensichtlich seine Allergie nicht. Dabei sind Bienen sehr sanftmütig und stechen nur im Notfall. Außerdem stirbt man nicht an Bienenstichen, insofern keine Allergie vorliegt. Bei einem Fall in Österreich wurde ein Mann sogar von 1.000 Bienen gestochen und überlebte. Im Fall von Wumrsham sah der Imker einen Schwarm Bienen im Baum und wollte sie einfangen. Dabei gerieten einige Tiere unter seinen Schutzanzug und stachen in Panik zu. Der Mann schleppte sich noch bis ins Wohnhaus und verstarb. Experten raten, bei Bienenschwärmen erfahrene Imker zu Hilfe zu rufen. Derzeit teilen sich die Bienenvölker und suchen neue Behausungen.
Ein einfacher Wespen oder Bienenstich kann für einen Insektengift Allergiker fast tötlich verlaufen. Wärend normalerweise nur eine Rötung und leichte Schwellung eintritt, kämpfen Allergiker mit Atemnot, stark juckender Schwellung, geschwollene Zunge und Lippen bis hin zum Herz-Kreislaufstillstand. Dies kann nach mehreren Insektenstichen im Leben eintreten, wobei die Zusammenhänge noch nicht vollständig geklärt sind. Wie schwer die Gefahr beim Einzelnen ist, kann der Hautarzt oder Allergologe mit Haut- und Bluttest bestimmen. Einziger Schutz besteht im Moment in einer Hyposensibilisierung mit Bienen- und Wespengift. Dabei wird anfangs im Krankenhaus, später Ambulant über Monate eine kleine Dosis des Giftes in den Körper gebracht. Die Erfolge liegen bei fast 100 %. Da Bienen erst spät im Jahr fliegen, ist es jetzt noch nicht zu spät, um mit der Hyposensibilisierung anzufangen.
Wer eine Weizenallergie hat, sollte dringend auf Sport in den nächsten 4 Stunden nach dem Essen verzichten. Dazu rät Dr. Richard Brans von der Klinik für Allergologie und Dermatologie der Universität Aachen. Es gab Fälle von Nesselsucht, juckenden Schwellungen und Kreislaufstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit nach dem Verzehr von Pizza und Döhner in Kombination mit Sport. Da bereits leichte Anstrengungen derartige Folgen nach sich ziehen können, sollte bei bekannter Allergie ganz auf das Allergen verzichtet werden, um kein Risiko einzugehen.
In Österreich kam es vergangende Woche zu 2 Komplikationen mit dem Schmerzmittel Novalgin. Eine 80-jährige Frau starb an einer allergischen Reaktion. Ein anderer Patient erlitt einen Anfall mit Atemnot. In mehreren europäischen Staaten ist das Mittel bereits verboten. Nun diskutiert man auch in den österreichischen Landeskliniken, Novalgin von der Liste zu nehmen.
Die heftigste Allergische Reaktion tritt in Form des allergischen Schocks auf. Hier bricht binnen von Minuten der Kreislauf zusammen. Ursache können Medikamente, Insektenstiche oder bestimmte Nahrungsmittel sein. Wichtige Organe können nicht mehr versorgt werden. Der Schock kann sogar tötlich enden. Dagegen hilft eine Adrenalin Spritze. "Der Adrenalin-Injektor wird vom Arzt nach einer gesicherten Diagnose und Indikation auf Kassenrezept verschrieben" sagt Univ.-Prof. Dr. Norbert Reider, Leiter der Allergie-Ambulanz am Landeskrankenhaus der Universitätskliniken Innsbruck. Mit diesem Injektor kann sich jeder Patient selbst in kürzester Zeit helfen. Die handhabung sollte allerdings mit dem Arzt eingeübt werden, so das es auch in einer Notsituation klappt. Wichtig ist auch: "Auch die Haltbarkeit von Arzneimitteln ist begrenzt. Der Adrenalin-Autoinjektor ist ab Herstellung und bei einer Lagertemperatur von 15 bis 30°C je nach Produkt zwischen 18 und 24 Monate lang haltbar. Nach Ablauf des Autoinjektors nimmt die wirksame Adrenalinmenge langsam ab", so Reider weiter. Patienten sollten also immer auch auf das Verfallsdatum achten.
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