Aktueller Pollenflug 2012
Wir alle kennen Pollen Allergiker. Mit tränenden Augen und triefender Nase kämpfen sie Wochen lang - je nach Saison - gegen die mikroskopisch kleinen Plagegeister: Blütenpollen. Für alle Betroffenen hier der aktuelle Auszug aus dem Pollenflugkalender:
im Februar
- Haselnuss
- Erle
Im März
- Erlen-, Haselnuss- und Pappel Pollen in voller Blüte
- Weiden-, Esche-, Birke- und Ulmen Pollen in der Vorblüte
Allergien im Einzelnen
Lesen Sie hier mehr über die Sonnenallergie
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Dann nämlich, wenn der Körper allergisch reagiert. "Generell sollte man so wenig Chemie im Haushalt wie möglich verwenden", rät die Diplom-Chemikerin Dr. Silvia Pleschka vom DAAB. Weiterhin hilft es, beim Putzen zu lüften und Handschuhe zu tragen. Auf folgende Mittel sollte man am besten ganz verzichten: Sprühreiniger, Backofenspray und andere Zerstäuber. Grund: "Der fein verteilte Nebel kann eingeatmet werden und die Atemwege reizen. Das lässt sich auch durch Wegdrehen nicht verhindern." Das Umweltbundesamt und das RKI warnen inzwischen auch vor antibakteriellen Reinigungsmitteln. Diese belasten die Umwelt und schädigen den Schutzfilm der Haut.
Der Deutsche Allergie und Asthmabund e.V. (DAAB) bietet die Möglichkeit, die Restaurantkarte "Eine Bitte an den Koch" kostenlos zu bestellen. Diese enthält die eigenen Allergene, die beim Restaurantbesuch dem Koch übermittelt werden kann. So trifft dieser bei der Auswahl der Zutaten die richtigen Entscheidungen und Allergiker gewinnen etwas mehr Lebensqualität. Ca. 5 Millionen Deutsche haben Lebensmittelallergien. "Insbesondere beim Besuch eines Restaurants sind Allergiker auf die korrekte Auskunft und Unterstützung durch ihre Gastgeber angewiesen. Falsche oder unvollständige Informationen können bei den Betroffenen ernst zu nehmende gesundheitliche Probleme hervorrufen" sagt Marliese Köster, vom DAAB. Die Restaurantkarte finden Sie hier.
Seit einigen Jahren beobachten Forscher mit Besorgnis die Ausbreitung des Unkrauts Ambrosia. Es wurde aus Nordamerika zu uns eingeschleppt. Besonders Menschen mit Beifuß-Allergie reagieren im Wege einer Kreuzallergie heftig auf die Pflanze. Auch Banane oder Melone sind dem Unkraut ähnlich. Nur 10 Pollenkörner in der Luft können schon zu Reaktionen führen. Dabei produziert die Pflanze etwa 1 Milliarde Pollen. Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München schätzen, das in etwa jeder dritte der 12 Millionen Pollenallergiker in Deutschland gegen Ambrosia allergisch ist. Ambrosia blüht im August/September. Zu einer Zeit also, wo Pollenallergiker eigentlich das schlimmste hinter sich haben. Mit Ambrosia verlängert sich ihr Leiden. In den USA sind inzwischen 75 % der Pollenallergiker auch auf das Unkraut allergisch. Dies läßt schlimmes für Deutschland vermuten.Beim entfernen des Unkrauts ist es zudem ratsam, Handschuhe zu tragen, da es auch zu Kontaktallergien kommen kann.
Ein normaler Staubsauger ist für Hausstauballergiker die Katastrophe schlechthin. Gerade sie haben ein gesteigertes Bedürfnis nach möglichst wenig Allergie auslösendem Staub. Herkömmliche Staubsauger jedoch blasen durch die Lüftungsschlitze den eingezogenen Staub direkt wieder in den Raum. Nur sehr große Partikel bleiben im Filter hängen. Staubsaugen wird hier zur Qual. Die Industrie hat inzwischen spezielle Milbenstaubsauger entwickelt. Diese haben spezielle Hochleistungsfilter, die Schmutz bis zu 0,1 Mikron Größe drin behalten. Der RWTÜV hat zum Beispiel den Siemens VS 08G1623 geprüft und zertifiziert. Dies bedeutet, die beste Filterausstattung sowie ein absolut dichtes Gerätekonzept, bei dem keine Partikel entweichen. Auch der Dyson DC 23 Allergy Parquet besitzt Auszeichnungen. Weiterhin sind Staubsauger mit Wasserfilter zu empfehlen. Hier wird so gut wie kein Staub in die Raumluft gepustet. Einziger Nachteil: Nach jeder benutzung muss das Gerät gereinigt werden, da sonst ein Brutplatz für Keime entsteht.
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V.warnt vor künstlichen Farbstoffen auf Ostereiern. Hier verbirgt sich ein Allergierisiko. Wer Ostereier selber anmalen möchte, sollte daher auf Naturfarbstoffe zurückgreifen. Diese lassen sich unter anderem auch einfach selbst herstellen aus Zwiebeln, Spinat oder Tees.
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) empfielt, auf Raumduftsprays, Duftgele, Duftöl, Duftkerzen sowie Duftöl-Lichte zu verzichten. Der Grund ist, das es dadurch zu einer erheblichen Belastung der Raumluft kommt. EIn Prüfungsinstitut hatte die Lufterfrischer getestet und dabei erhöhte Giftstoffe und hochpotente Allergene entdeckt. Unter anderem Stoffe von Limonen, die als hautreizend gelten und Benzol, da als krebserregend bekannt ist. Besser sei es, die Ursache für schlechte Gerüche ausfindig zu machen und Sie zu entfernen, statt zu maskieren.
Die Zeitschrift Autobild berichtet, das Pollenallergiker den Führerschein riskieren. "Stellt die Polizei Fahrfehler oder bei einer Kontrolle körperliche Ausfallerscheinungen des Fahrers aufgrund von Medikamenten fest, kann das als strafbare Trunkenheitsfahrt gewertet werden." Wissenschaftler der American Academy of Allergy, Asthma and Immunology stellten bereits fest, das das Unfallrisiko bei Allergikern um 30 % erhöt ist. Der Tipp lautet: Beipackzettel von Allergie Medikamenten lesen vor Fahrantritt. Weiterhin auf Medikamente verzichten, die in Wechselwirkung mit dem Allergikum zu Nebenwirkungen führen können. Dies betrifft Schmerzmittel, Antidepressiva und Neuroleptika. Auch Alkohol kann zu Wechselwirkungen führen. Ansonstenm sollten allergische Autofahrer das Schiebedacht sowie die Autofenster geschlossen halten und einen Pollenfilter in die Lüftung einsetzen. Bei starkem Pollenflug am besten das Auto stehen lassen.
1 Woche warme Temperaturen und das große Leiden für Millionen Deutsche hat eingesetzt - Heuschnupfen. Ein besonders starkes Pollenjahr wurde angekündigt. Wir haben Tipps, wie sie gut durch den Frühling kommen - trotz Allergie:
- Wer von draußen kommt, sollte in der Wohnung sofort die Kleidung wechseln und vor dem schlafen gehen die Haare abspühlen
- Verzichten Sie in den Wochen mit starkem Pollenflug auf Sport im Freien
- Nachts kräftig lüften und tagsüber die Fenster geschlossen halten. In der Stadt ist die Pollenbelastung abends am stärksten. Auf dem Land in den Morgenstunden
- Ein spezieller Fensterschutz sowie Lüftungsfilter fürs Auto können Linderung verschaffen
- Frische Wäsche nicht im freien trocknen lassen
- Mit der Urlaubsplanung am Pollenkalender orientieren. Am Meer und im Hochgebirge gibt es kaum Pollen.
- Allergie unbedingt vom Arzt untersuchen lassen. So werden Spätschäden (Asthma) verhindert und das genaue Allergen ermittelt
- Medikamente oder eine Immuntherapie mit dem Arzt absprechen
- Tägliche Nasendusche mit mildem Salzwasser reinigt zusätzlich die Nase von Blütenpollen
Eventuell gibt es demnächst mehr Geld für Hartz IV Empfänger, die unter einer Nahrungsmittelallergie leiden. Dies ergab eine kleine Anfrage von Katja Kipping, Die Linke. Grundlage ist die Härtefallregelung. Das Arbeitsministerium hält es für "möglich" Allergien mit in die Härtefall-Liste aufzunehmen. Darüber wird man in den kommenden Wochen entscheiden.
45 Prozent der Heuschnupfenallergiker waren noch nie deswegen beim Arzt. Im Schnitt vergehen 6 bis 9 Jahre, bis die Pollenallergie von einem Arzt untersucht wird. Viel zu lang mahnen Experten. Eine rasche und richtige Behandlung sei notwendig, damit aus Heuschnupfen langfristig kein Asthma werde. Außerdem droht bei jeder Allergie das Risiko eines allergischen Schocks. Von 1.000 Allergikern betrifft dies einen. Häufig wird Heuschnupfen mit einer Erkältung verwechselt. Sollten sie eine verstopfte Nase und Augenjucken länger wie 4 Wochen quälen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt.
Die Fachzeitschrift "Allergy" ließ eine Studie anfertigen mit 4.500 Erwachsenen aus 136 westlichen Ländern. Das Ergebnis ist erstanlich: Amerikaner und Deutsche, sowie Italiener und Norweger haben besonders häufig Lebensmittelallergien. Mindestens 22 % der Bewohner dieser Länder sind betroffen. Am wenigsten reagierten Franzosen (11 %) und Menschen aus Großbritannien (14 %). Weiterhin interessant: Zwischen Pollenallergien und Nahrungsmittelallergien konnte kein direkter Zusammenhang festgestellt werden. Dies verwundert, da viele Kreuzallergien existieren. Scheinbar jedoch haben die Allergien unterschiedliche Ursachen. Besonders oft waren die Testgruppen auf Haselnüsse (12-15 %), Pfirsiche, Crevetten, Weizen und Äpfelallergisch. Selten nur auf Fisch, Eier und Kuhmilch.
Ist eine werdene Mutter in der Schwangerschaft erhöhtem Stress ausgesetzt, steigt die Gefahr, das das Kind Asthma entwickelt. Der Stress beeinflusst die Entwicklung des Immunssystems. Dies fanden amerikanische Mediziner heraus. Sie untersuchten das Blut der Nabelschnur. Bei Frauen, die einem erhöhten Dauerstress ausgesetzt waren, zeigten die Blutzellen eine veränderte Reaktion auf Allergie auslösende Substanzen. "Unsere Ergebnisse weisen auf die Möglichkeit hin, dass vorgeburtlicher Stress die Reaktion der Neugeborenen auf inhalierte Antigene verstärken könnte", sagte Rosalind Wright vom Channing Laboratory der Harvard Medical School in Boston. Bei der Untersuchung nahmen 557 Familien teil, wobei mindestens ein Ehepartner bereits eine Allergie besaß. Die Studie wird nun fortgesetzt um zu beobachten, welche Kinder in den ersten 3 Lebensjahren tatsächlich eine Allergie entwickeln.
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