Aktueller Pollenflug 2012
Wir alle kennen Pollen Allergiker. Mit tränenden Augen und triefender Nase kämpfen sie Wochen lang - je nach Saison - gegen die mikroskopisch kleinen Plagegeister: Blütenpollen. Für alle Betroffenen hier der aktuelle Auszug aus dem Pollenflugkalender:
im Februar
- Haselnuss
- Erle
Im März
- Erlen-, Haselnuss- und Pappel Pollen in voller Blüte
- Weiden-, Esche-, Birke- und Ulmen Pollen in der Vorblüte
Allergien im Einzelnen
Lesen Sie hier mehr über die Sonnenallergie
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Es ist ein Kleinkind und seine Augen sind verquollen, die Lippen schwellen an, die Haut fängt an zu jucken und ist gereizt, es kommt zu Ausschlägen an Händen und Gesicht, der Kopf wird rot – der Grund – ein Ei! Genauer gesagt ein Hühnerei. Etwa 8 % der in Europa lebenden Kinder leiden an einer Hühnerei -beziehungsweise Nahrungsmittelallergie und zeigen in den ersten 2 Lebensjahren eine merkliche Reaktion auf Ei oder eihaltige Lebensmittel. Bei etwa zwei Drittel der betroffenen Kindern verliert sich diese Allergie etwa bis zum 6./7. Lebensjahr. Es ist bei den Betroffenen also sinnvoll etwa jährlich einen Test machen zu lassen um herauszufinden, ob und in welchem Maße die Allergie noch aktuell ist. Jedoch heißt ein positiver Blut- oder Haut-Test nicht zwangsläufig, dass ein Kind unter einer Hühnereiallergie leiden muss, es kann auch bedeuten, dass das Immunsystem lediglich sensibilisiert ist, weil es schon einmal mit dementsprechenden Eiproteinen konfrontiert war. Ob ein Kind tatsächlich unter einer Hühnereiallergie leidet, zeigt sich meist erst in einer konkreten Reaktion nach dem Verspeisen entsprechender Nahrungsmittel. Das können heftige, wie am Anfang beschriebene Reaktionen sein, aber auch nur eine leichte Haut Irritation, die sich auch durchaus erst 24 Stunden später zeigen kann. Auch wenn im Laufe der Zeit eine solche Allergie wieder abklingt oder ganz verschwindet, können viele der Betroffenen durch die frühe Sensibilisierung gegen Hühnerei, unter Asthma oder z.B. Hausstaubmilben-Allergie leiden. Warum dies so ist, ist bisher allerdings noch völlig unklar. Es gibt daher auch leider keine konkreten Möglichkeiten sein Kind vor einer derartigen Allergie zu bewahren. Der einzig sichere Tipp ist: ausschließlich Stillen für 4 – 6 Monate und definitiver Verzicht auf Zigaretten. Sollte ihr Kind tatsächlich unter einer Ei-Allergie leiden, muss für mindestens 1 Jahr auf Ei und eihaltige Speisen verzichtet werden. Da in vielen Speisen aber Ei enthalten, wie in Eis, Nudeln, Fischstäbchen oder auch Wurst, sollte die Zutatenliste auf den Lebensmittelverpackungen genau gelesen werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) arbeitet an einem Schnelltest, der allergieauslösende Stoffe in Lebensmitteln aufspüren soll. Bisher werden viele Lebensmittel mit dem Vermerk gekennzeichnet "Kann Spuren von ... Enthalten". Ob es dann so ist, weiß keiner. Dennoch schränkt sich die Auswahl an Lebensmittel für Allergiker so massiv ein. Der gelante Schnelltest soll bis 2012 fertig sein und dann binnen 10 Minuten ein Ergebnis über Allergene liefern. Dazu soll einfach eine Probe des Nahrungsmittels auf den Teststreifen gegeben werden. Ein Labor sei nicht nötig.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) teilt mit, das die alte Regel nicht mehr gilt. "Bisher ging man davon aus, dass Eltern ihre Kinder in den ersten Jahren vor Nahrungsmitteln, die häufig Allergien auslösen, bewahren und mit der Beikost spät anfangen sollten" so Kinderärztin Monika Niehaus. Diese Erkenntnis ist nun hinlfällig. Kinder sollen ganz normal an alle Nahrungsmittel heran geführt werden. Gut ist, was schmeckt!
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Lange Zeit galt Kuhmilch in der Babynahrung als schlecht. Dies wiederlegt nun eine breit angelegte Studie mit 13.019 Säuglingen an der Tel Aviv University. Babys, sie in den ersten 15 Tagen Nahrung mit Kuhmilchprotein erhielten, waren 19x stärker gegen eine Kuhmilch-Allergie geschützt, wie Babys, die keine Kuhmilch bekamen. Vermutlich führt frühes Zufüttern von Kuhmilcheiweiss zur Immunisierung des Körpers, die ihn dann vor einer späteren Kuhmilch-Allergie schützt.
15.06.2010 - Forscher entwickeln derzeit an Erdnüssen, die frei von Allergenen sein sollen. Dabei handelt es sich nicht um genmanipulierte Nüsse sondern um die Züchtung einer Sorte, die besonders wenige Allergie auslösende Eiweiße besitzen soll. Allergien gegen Erdnüsse sind sehr weit verbreitet. Eine Erdnuss Allergie zeigt sich vor allem durch Brennen und Jucken im Mund und Rachen sowie Atemprobleme. In seltenden Fällen können winzige Mengen von Erdnüssen einen Allergischen Schock verursachen. Die Lebensmittelindustrie ist daher verpflichtet, auch kleinste Mengen von Erdnüssen zu kennzeichnen. Sie finden dann die Aufschrift: "kann Spuren von Erdnüssen enthalten" auf der Packung. Allergiker können bisher nur solche Lebensmittel meiden.
Einige Nahrungsmittel und Allergene in der Luft lösen wie es scheint eine allergische Reaktion der Speiseröhre hervor. Diese führt dann zu Schluckbeschwerden. Man beobachtet dieses Phänomen immer öfter in Industrienationen, wobei überproportional Jungen betroffen sind. Fachleute nennen das Krankheitsbild "Eosinophile Ösophagitis". Vor allem Kuhmilch, Soja, Hühnereiweiß, Erdnüsse, Eier, Meeresfrüchte und Weizen lösen die Beschwerden aus. Das Problem sollte dem Arzt geschildert werden. Kurzfristig hilft breiige Nahrung, das Schulcken zu erleichtern. Langfristig muss die Ursache gefunden werden und eine Therapie gestartet werden.
Mediziner der Universität Stanford haben ihre neusten Erkenntnisse im Fachblatt "JAMA" veröffentlicht und zwingen damit Fachpersonal und Allergiker zum umdenken. Demnach sollen angeblich 1 bis 10 % der Bevölkerung unter Lebensmittelallergien leiden. Bestätigt ist dies jedoch keinesfalls. Grund sind die dafür nötigen und aufwendigen Provokationstests, bei denen in Verdacht stehende Lebensmittel in Kapselform verabreicht werden. Da es hierbei jedoch zu einem allergischen Schock kommen kann, ist dies nur unter ärztlicher Aufsicht möglich und wird daher viel zu selten durchgeführt. Öfter werden Bluttests angestrebt doch auch diese sind inzwischen umstritten, was ihre Genauigkeit angeht. Bei jedem zweiten Patienten, wo ein positives Ergebnis heraus kam, konnte keine Allergie durch andere Tests bestätigt werden. Und sogar die Allergie Therapie ist in die Kritik geraten. Kurzfristige Erfolge seien damit zwar mit unter zu erzielen, jedoch langfristig konnte dies nicht bestätigt werden.
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